Reisebericht

New York - gestern und heute...

Alle Lieblingsorte aufzählen, die ich in NYC entdeckt habe, würde zu lange dauern, aber ich kann jedem Erstreisenden nur folgende Punkte ans Herz legen:

New York erleben

1. So viel Zeit wie möglichlich im Central Park verbringen
2. In der Abenddämmerung über die Brooklyn Bridge von Brooklyn nach Manhattan laufen
3. Zur gleichen Zeit eine Fahrt mit der Fähre nach Staten Island und gleich zurück
4. Nachts aufs Empire State Building, das ist die großartigste, überwältigendste
und perverseste Aussicht, die man sich vorstellen kann
5. Ins Musical 'Les Miserables' gehen, solange es noch läuft
6. Nachts mit der Subway in die Bronx fahren - nein, nur ein Scherz. Aber im Ernst. Man sollte nichts unüberlegtes tun in New York. Doch man sollte auch nicht jeder Gruselgeschichte glauben. Ich war zwischenzeitlich vier mal im Big Apple und ich habe mich bislang kein einziges Mal unwohl oder gefährdet gefühlt.


Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich das erste Mal vom Flughafen JFK auf Manhattan zugefahren bin. Ich sass mit meiner Freundin Andrea in einem alten, ziemlich abgef... Taxi, über das Radio liefen Sportnachrichten und der Fahrer fragte uns ohne grosses Interesse nach unserem Heimatland. Es war 12 Uhr mittags, der Himmel war bedeckt und die Skyline sah irgendwie schmutzig und abweisend aus. Wir fuhren durch den Tunnel nach Manhattan hinein und quälten uns mit tausend anderen Taxis durch die engen Häuserschluchten. Ich war müde (wir waren um 3 Uhr morgens aufgestanden) und mir gefiel überhaupt nicht, was ich sah. Ich dachte: was will ich eigentlich hier? Und wo ist mein Bett?

Wir luden unser Gepäck im Milford Plaza Hotel ab, wurden noch müder und wanderten schliesslich (um keine Zeit zu verschenken) über die 45th Street in Richtung Westen. Die Gegend war nicht sonderlich einladend und mein negativer Eindruck verstärkte sich. Ich kann nicht sagen, was ich erwartet hatte, aber es war auf jeden Fall nicht das, was ich zu sehen bekam. Schliesslich landeten wir an dem Pier, von dem aus mit der Circle Line Manhattan per Schiff umrundert werden kann.

Wir bestiegen den Kahn, suchten uns ein flauschiges Plätzchen und die Fahrt ging los. Plötzlich riss der Himmel auf und beleuchtete den Hudson River und die Wolkenkratzerarmada mit einem unheimlich warmen Licht. Ich weiss nicht, ob es genau dieser Moment war, in dem ich mich in New York verliebt habe, aber es hat gewiss etwas mit diesen ersten Sonnenstrahlen zu tun.

Zwischenzeitlich werde ich schon neidisch, wenn ich irgend jemand nur von NYC reden höre und ich frage mich, warum bin ich hier und nicht dort. Wobei ich zugeben muss, dass ich alles wollte, nur nicht in NYC leben und arbeiten. Urlaub ja, wegen mir jedes Jahr einen Monat, aber nicht auf Dauer. Dafür ist mir die Stadt trotz aller Facetten doch zu gross und zu anonym.

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