Osmanen - vom Harem beherrscht, hingen sie am Rockzipfel Mamas

[....]Nach dem Tod Süleymans I. kamen wiederholt ungeeignete Persönlichkeiten auf den Sultansthron, wie der alkoholkranke Selim II., der geistig zurückgebliebene Mustafa I., der bei seiner Thronbesteigung erst elf Jahre alte Murad IV. oderİbrahim der Verrückte. Sie standen zumeist unter dem Einfluss ihrer Ehefrauen oder Mütter, der Valide Sultan, die zwar über keinerlei Vorbildung zur Regierung eines Großreiches verfügten und den Harem auch nicht verlassen durften, aber dennoch das Reich de facto regierten. Man nennt daher das späte 16. und die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts die Zeit derWeiberherrschaft („kadınlar saltanatı“). Gegen die Frauen des Harems waren auch die Großwesire machtlos, die nach Gutdünken der Haremsbewohnerinnen berufen und entlassen wurden: Während der Weiberherrschaft betrug die durchschnittliche Amtsdauer eines Großwesirs nur wenig mehr als ein Jahr, zu kurz, um die notwendigen Reformmaßnahmen einzuleiten.[....]

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