Ja, so sind sie eben, die Deutschen

Obrigkeitshörig oder gleich ganz radikal. Dazwischen ist nicht viel Platz.

Bereits Martin Luther verurteilte die aufständischen Bauern und empfahl:

„wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern […] man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss.“

So viel zur "Freiheit eines Christenmenschen".

Man soll und kann zwar die Welt nicht "verchristlichen" - wie Savonarola es wollte - und wie einige "Linke"-Heuchler es heute aus ganz anderen Gründen wollen.

Aber gerade Kampf und Aufstand ist doch "weltlicher" Natur - oder? Was konnte Luther also dagegen gehabt haben? 

"Seid unterthan der Obrigkeit": Was bedeutete diese Aussage Luthers? Verchristlichung der Welt oder Verweltlichung der Christenheit?