Ecuador - Traumstrände + Guayaquil

Am Pazifik finden wir die Traumbucht: wenige Menschen, begrenzt von Felsen, einige schatten-spendende Bäume, feiner, weißer Sand, freundliche Fischer, die uns herrlichen und frischen Lobster servieren.

Wir fahren mit zum Krabbenfang, schwimmen in dem klaren Wasser und fühlen uns wie in der Sommerfrische!

Ganz anders in Guayaquil, der größten südamerikanischen Hafenstadt an der Westküste. Hier brausendes Leben, bedrückende Gegensätze zwischen Arm und Reich, Unruhen wegen der rasanten Inflation: wir bekamen zur damaligen Zeit ½ Million Sucres für 50 $ und mußten uns erst daran gewöhnen, daß der Parkwächter wütend war, als er nur 10.000 Sucres als Trinkgeld bekam....


Mit dem Auto durch Ecuador

Unser erstes Ziel in Ecuador ist die riesige Hafenstadt Guayaquil.

Sie hat den größten (Übersee-)Hafen der gesamten Westküste Südamerikas. Von der Grenze bis dahin sind es etwa 200 km. Die Straße führt uns durch endlose Bananenplantagen; auf befriedigend guter und erstaunlich verkehrsreicher Straße.

Wir merken auch: Hier sind wir in den Tropen! Es herrschen Temperaturen weit über 30 Grad Celsius.
Aktuell lesen wir ab: 38 Grad und messen eine Luftfeuchtigkeit von 70 bis über 80%. Abends kühlt es kaum ab. Alles wird feucht und trocknet nicht mehr richtig. Eine kleine Metallzange im Regal unseres Autos ist in wenigen Tagen rost-überzogen. Manches wird schnell schimmelig. Man schwitzt und ist immer klebrig und feucht. Der Kühlschrank läuft auf Hochtouren.

Nachdem wir uns nun definitiv entschlossen hatten, die Autos von hier aus zurückzuschicken nach Deutschland, waren erste organisatorische Probleme von daheim aus geregelt worden.
Wir wollten die Planungen nun hier weiter vorantreiben und suchen das Büro von “Marglobal” auf In einem wohlklimatisierten Büro lernen wir einen versierten, eleganten, freundlichen und jungen Chef dieses Unternehmens kennen. Er versteht sofort unser Problem und scheint sich sicher, daß der Transport ohne allzugroße Probleme in einem Tag, nämlich dem vor unserem Abflug in Quito, lösbar sein sollte.


Wir verlassen uns auf diese Aussage und steuern die MAN-Werkstatt an, aus deren Antwortschreiben auf unsere Frage vor etwa einem halben Jahr wir noch vor Beginn unserer Reise große Hilfsbereitschaft signalisiert bekamen. Es ist die eine von ganzen zwei Werksvertretungen dieser LKW-Firma in Südamerika.

Der Grund: MAN hat sich vor einiger Zeit ganz aus diesem Erdteil zurückgezogen. Im “Haus Berlin” ist eine größere Zahl deutscher Firmen versammelt, besonders ausgedehnt Bosch. Hier
residiert auch der deutsche Generalkonsul von Cramer, der mir geschrieben hatte. Wir wollen ihn aufsuchen, treffen zunächst aber auf einen Herrn Benz, der sich rührend um uns kümmert.

Später erfahren wir, daß wir in ihm “Bananen-Willi” vor uns hatten. Er war vor vielen Jahren hierher gekommen, hatte die Zeichen der Zeit erkannt (daß nämlich in Deutschland gern zu allen Jahreszeiten Bananen gegessen werden, die früher aber recht teuer waren und hier in Ecuador dagegen in bester Qualität sowie beinahe zu Schleuderpreisen zu haben gewesen sind) und einen schwunghaften Bananhandel gegründet.

Sehr rasch war er aufgrund seines Fleißes und seiner Verläßlichkeit zum ungekrönten König eines
Bananenimperiums und so ganz nebenbei das geworden, was man gemeinhin als “vermögend” bezeichnet.

Nun stellt er uns dem Werkstattleiter von MAN vor. Nicht, ohne uns gleich noch seine Meinung über die aktuellen Probleme von Wirtschaft und Politik in Ecuador mitzuteilen und uns über die einzig richtigen Lösungsmöglichkeiten dieser Probleme aus seiner Sicht zu informieren.
Schließlich gibt er uns noch detaillierte Ratschläge, wie wir unser Geld anzulegen hätten und vergißt dabei so ein bißchen, daß wir im Moment, also kurz vor dem Ende unserer Reise, doch eher etwas zurückhaltender mit unseren Mitteln disponieren müssen......

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