Der Preis für billiges Gemüse und Obst

in den Discountern wird auch oft von den Arbeitern dort im wahrsten Sinne des Wortes "getragen".

Ich habe es getestet: Absolut perverse Arbeitsbedingungen im Umschlagslager. Kommissioniert wird nach Geschwindigkeit, was häufig dazu führt, dass Neulingen aus großer Höhe eine Obst- oder Gemüsekiste auf den (ungeschützten) Kopf fällt. Stundenlohn 8 Euro (ebenfalls vor 3 Jahren). Fast nur Immigranten tätig (Litauer, Russen, Türken...). Die wehren sich nicht - auch nicht gegen die völlig abgefahrenen Reifen der LKW-Fahrer, die dann - abgesehen von der Gefahr für Leib und Leben -das entsprechende Bußgeld aus eigener Tasche zahlen müssen.

Bei personalen Engpässen werden Anzeigen geschaltet. Die Bewerber werden dann zur "Probearbeit" geladen, die einer vollen Schicht entspricht. "Übernommen" wird kaum jemand (man wird nochmals zur "Probearbeit" aufgefordert), dafür wird für eine reflektierende Weste 10 Euro "Pfand" verlangt, die man nie wieder zurück erhält, weil der "zuständige" Mitarbeiter plötzlich nicht mehr erreichbar ist. (diese Weste kann man als Selbstständiger als Werbegeschenk im Katalog bei geringer Annahme für 1,20 Euro erwerben).

Eine Riesensauerei. Gefördert von der Agent-(h)ur(erei) für Arbeit.

Mir tun die Leute leid, die von so etwas abhängig sind.