PecuniaOlet

Kritik an Gregor Gysis Rede

Eines vorweg: Ich halte die im Allgemeinen hochgelobte Rede Gysis im Großen und Ganzen für gelungen und größtenteils gerechtfertigt. Sie enthält mehr positive als negative Elemente. Dennoch gehören die Linken genauso zur "Einheitspartei" Deutschlands wie die CDU,SPD,Grünen und FDP. Gregor Gysi, der mir bisher eigentlich immer ganz sympathisch war, fiel mir kürzlich unangenehm auf, als er in einem Interview erwähnte (Auszug bei "Jasinna"), dass es gut sei, wenn die Deutschen sich nicht mehr so vermehrten (sind ja viele "Nazis") und wir stattdessen auf Zuwanderung angewiesen seien.

Ich habe einige wenige Zitate aus seiner Rede einer Kritik unterzogen:

"Ein Staat, der selbst so ungerecht verteilt, kann sich auch nicht weltweit wirksam gegen Armut einsetzen und organisiert mithin schon wieder Flüchtlinge."

Ist ein Staat wirklich zum "Verteilen" da? "Verteilen" lindert (vorübergehend) die Symptome, beseitigt aber keineswegs die Ursachen der zunehmenden Spreizung der Arm-Reich-Schere. "Verteilen" wie die Linken es meinen, betrifft doch ausschließlich den produktiven Mittelstand und geht sowohl Milliardären als auch heimlichen Billionären gepflegt am Arsch vorbei.

Es darf nicht Aufgabe eines Staates sein, zu "verteilen" (das ist Raub), sondern für "Fair-Play" zu sorgen und dafür Rahmenbedingungen zu schaffen. Da das gesamte Geldsystem inklusive seiner Institutionen wie Zentralbanken, IWF, Bank für internationalen Zahlungsausgleich etc. aber dieses "Fair-Play" und diese Rahmenbedingungen gar nicht erst zulassen, hat ein Politiker dies anzusprechen und zwar bei jeder Rede und jeder Möglichkeit , die sich ihm dazu bietet, ähnlich wie Cato der Ältere am Ende einer jeden Rede äußerte:Ceterum autem censeo Carthaginem esse delendam ( für: ‘Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss‘). Unterlässt er dies aus Feigheit und Opportunismus oder aus Unkenntnis, ist er kein "Volksvertreter", sondern Marionette oder Komplize derer, die die Zustände schaffen, welche er kritisiert und durch "Verteilung" zu beseitigen vorgibt.

"......Außerdem ist die Politik von Orban in Ungarn schlicht indiskutabel. Dagegen muss ganz entschieden Stellung genommen werden."

Die Politik von Herrn Orban  orientiert sich am Recht, während jene Frau Merkels ständig Recht bricht. Und zwar gegen das Interesse des Volkes. Die Politik Orbans wird von den Briten und anderen gelobt, während die von Frau Merkel als destruktiv, gefährlich und "unsympathisch" erachtet wird. Die inneren Angelegenheiten Ungarns gehen zudem Herrn Gysi einen feuchten Kehricht an.

"Nun erwarten wir in diesem Jahr 800 000 Flüchtlinge in Deutschland, die eigentlich kein Problem, sondern eine Chance sind."

Was Sie nicht sagen! Eigentlich! Das "eigentlich" betrifft wohl wieder oben genannte "Verteilungsfrage". Denn wer zahlt für die Flüchtlinge primär, wenn nicht der völlig überlastete Mittelstand, der bereits für vieles andere die Haftung übernommen hat. Und wer verdient daran? Genau jene nämlich, die nicht zur Verteilung herangezogen werden können, oder nicht? Ich habe bisher nichts davon vernommen, dass Milliardäre für Flüchtlinge Spenden zukommen ließen mit Ausnahme des Angebotes, 200 Moscheen errichten zu lassen.

Und wo ist die "Chance"?  Erläutern Sie bitte diese "Chance" im Detail, Herr Gysi! Ist es die Chance der Deutschen dafür in den Himmel zu kommen? Ich sehe sonst nämlich nur Risiken. Lediglich jeder zehnte Flüchtling soll überhaupt über eine abgeschlossene Schulausbildung verfügen. Wo ist die Chance? Dass ein neues zu alimentierendes Prekariat geschaffen wird, neue Kriminalität, neue Armut und Perspektivlosigkeit? Dass der gebeutelte Mittelstand auch in prekäre Verhältnisse gerät? Wo ist die Chance?

"Auf der anderen Seite haben wir einen rechtsextremen Mob, der rassistisch hetzt, hasst und Flüchtlingsunterkünfte in Brand setzt. Ich sage Ihnen: Dagegen müssen wir geschlossen auftreten, egal wie groß ansonsten unsere Meinungsunterschiede sind .Aber es gibt auch Menschen, die Ängste damit verbinden, die glauben, dass es ihnen besser ginge, wenn es weniger Flüchtlinge gäbe. Ich habe sie gefragt, ob es ihnen besser ging, bevor die Flüchtlinge kamen. Das mussten sie verneinen. Es ist überhaupt kein logisches Argument, aber wir sind trotzdem verpflichtet, diese abstrakten Ängste abzubauen. Und wir sind verpflichtet, mehr soziale Gerechtigkeit herzustellen. Ich sage Ihnen: Wenn Verhältnisse so sozial ungerecht sind, dann nutzt das der Rechtsextremismus aus, um Leute für sich zu gewinnen mit schlichten rassistischen und anderen Losungen. Also kämpfen wir nicht nur aus materiellen Gründen, sondern auch aus wichtigen ideellen Gründen für deutlich mehr soziale Gerechtigkeit in Deutschland."

Zum einen gibt es auch einen linken, schwarz gekleideten und meist vermummten Mob, der diese Ausschreitungen bewusst provoziert, eskalieren lässt und in weit höherer Anzahl auftritt, zum anderen wurden die allermeisten Brände von den Flüchtlingen selbst gelegt. Darüber hinaus ist es logisch, dass die Anwesenheit der Flüchtlinge nicht zeitgleich mit deren Ankunft auch materielle Nachteile bewirkt.  Es werden aber Mittel zur Verfügung gestellt, die deutschen Hilfesuchenden verweigert werden, es werden deutsche Familien aus ihren Häusern gekündigt, Schulen und Turnhallen zweckentfremdet, der Bau neuer KITAS verschoben, und es werden auch entsprechende Steuererhöhungen oder Sparmaßnahmen folgen, die eindeutig zu Lasten der einheimischen Bevölkerung gehen. Darüber hinaus wird die Kriminalitätsrate steigen, und bereits jetzt trauen sich in Gegenden, in denen die Zahl der Flüchtlinge die Anzahl der Bevölkerung übersteigt, Kinder und Frauen häufig nicht mehr unbekümmert alleine auf die Straße. 

Und lassen Sie mal endlich den Dauerlutscher "Rassismus" beiseite. Wohl fast kein Deutscher würde einen syrischen oder farbigen Pfleger oder Pflegerin im Krankenhaus ablehnen, jeder seine Kinder mit denen anständiger Immigranten spielen lassen. Hören Sie doch auf, mit diesem veralteten und ausgelutschten Geschwätz! Kürzlich kam eine befreundete italienische Familie aus dem Süden Italiens zurück. Warum sind die Leute da sauer? Weil es ohnehin fast keine Arbeit gibt, und die noch zur Verfügung stehende von den Flüchtlingen für einen Hungerlohn ausgeführt wird. Das hat absolut nicht mit Rassismus zu tun, sondern damit, dass zuerst das Fressen und dann die Moral kommt, wie es ihr ehemaliger Volks- und Gesinnungsgenosse Berthold Brecht deutlich zum Ausdruck brachte.