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ARD Backgroundstories III - der Beitragsservice

Vor vielen Gerichten im Rahmen des Beitragsservice sprechen die Anstalten von dem hohen Grad der Automatisierung beim Beitragsservice. Alles würde zentral erfaßt. Manueller Eingriff ist nahezu unmöglich. Auch die Vollstreckung findet inzwischen über Amtshilfe bei Kommunen oder Finanzämtern statt. Da stellt sich die Frage, was der Beitragsservice denn so den ganzen Tag macht.

Der sogenannte "Regelaufwand GEZ/Beitragsservice" (wie er im KEF-Bericht steht) wurde 2015 mit 170 Mio EUR pro Jahr angesetzt. Der Beitragszahler zahlt somit 3,47 EUR pro Jahr allein für den Einzug. Beschäftigt sind zur Zeit 1322 Mitarbeiter, 230 Planstellen im Innendienst, der Rest im Außendienst (Welcher Außendienst?) .Für deren Personalkosten werden allerdings nur 60 Mio EUR veranschlagt, Altersrückstellungen von 8.8 Mio nicht eingerechnet. Irgendwo versacken stolze 100 Mio EUR pro Jahr direkt im Beitragsservice.

Zudem werden die mehrheitlich Außendienstmitarbeiter fürstlicher bezahlt, als bei den Anstalten selbst: Im Anhang ein Auszug aus dem KEF-Bericht

Jahr » Anzahl Mitarbeiter/innen » Personalkosten pro Jahr » Durchschnittsverdienst pro Mitarbeiter pro Jahr

 2009 » 1.041 Mitarbeiter/innen » 61,9 Mio » 59.462 EUR/Mitarbeiter/Jahr

 2012-2014 » 1.322 Mitarbeiter/innen » 84,5 Mio » 63.918 EUR/Mitarbeiter/Jahr

 2016 » 930 Mitarbeiter/innen » 67,0 Mio » 72.043 EUR/Mitarbeiter/Jahr

Überbezahlte Außendienstmitarbeiter in einem Arbeitsumfeld, wo es seit 2 Jahren keinen Außendienst mehr gibt, zweigen 100 Mio EUR pro Jahr für unbekannte Zwecke ab! Erst 2007 gab es bei der Vorgängerorganisation GEZ Ermittlungsverfahren wegen Korruption, die später eingestellt wurden. Allerdings musste ein Ombudsmann eingesetzt werden, um die Glaubwürdigkeit aufzupolieren.

Untreue darf vermutet werden. Ist das das neue System zur Sicherung der Demokratie?