Ein Wort zur Freiheit

Als Ergänzung zu meinem Beitrag zur "Kritik an Gysis Rede":

Als ich davon sprach, dass es nicht Aufgabe des Staates sein dürfe, zu verteilen, meinte ich damit nicht, dass jemand, der an einer Gesellschaft nicht teilnehmen will, teilnehmen muss, um zu überleben, da er ansonsten seitens des Staates nichts zu erwarten hätte.

In der Aufklärung sprach man immer wieder von "Naturrecht", von dem sich angeblich die Menschenrechte herleiten ließen. Was aber entspricht der Natur mehr als das Recht, als geborener Jäger und Sammler seine Grundbedürfnisse, seinen Lebensunterhalt, ohne die Entrichtung eines Mehrwerts an Dritte bestreiten zu dürfen?

Niemand sollte gezwungen werden, zur Bestreitung seines nackten Lebensunterhaltes (und damit meine ich ausschließlich Wohnen und Ernährung) an Dritte einen Teil seiner Arbeitsleistung abgeben zu müssen.

Dieses Problem ließe sich aber auf einfache Art und Weise lösen. ohne dass anderen etwas von Seiten des Staat weggenommen und umverteilt werden müsste. Ich hatte das bereits in mehreren Beiträgen erörtert.

Es ist die einzige Möglichkeit, jedem Individuum ohne das moderne Lehnswesen des Kredites, der Grundlage unseres Geldes, ein Minimum an Freiheit zu verschaffen. Unsere Art des Kapitalismus funktioniert nur, wenn ein Großteil der Menschen ohne jedes Eigentum geboren wird, am besten qua Geburt verschuldet, und alleine zur Befri.edigung seiner Grundbedürfnisse knapp  die Hälfte seiner Zeit und seines Einkommens aufwenden muss. Wer über Grundeigentum verfügt, kommt auch bei vergleichsweise geringem Einkommen zu einem gewissen Wohlstand, auch wenn mittels höherer Grundsteuern und völlig überzogener Nebenkosten mittlerweile auch dieses angegriffen wird, Auf Bali zahlt man für ein für ein Einfamilienhaus durchschnittlich zwischen 50 Cent und einem Euro monatlicher Stromkosten, Weshalb wohl?

Die Forderung nach dem Recht auf eine Wohnstätte oder nach einem steuerfinanzierten Grundeinkommen stammt übrigens nicht aus linken Kreisen, sondern aus libertären und selbst "neoliberalistischen" (Rothbard, Friedman).