Mehr Chancen für Obdachlose - Interview mit dem Blogger Max Bryan

Der ehemalige Obdachlose will »Menschen für Menschen begeistern«

Vor fünf Jahren radelte der Obdachlose Max Bryan quer durch Deutschland, um eine Wohnung zu finden. Auch in Minden machte er Station. Nun, 5 Jahre später, kehrt Max Bryan zurück an die Weser und besucht die Stadt erneut - diesmal virtuell.

Die "Mindener Rundschau" interviewte den inzwischen 40-Jährigen anlässlich seines 5-jährigen Blog-Jubiläums und sprach mit ihm über die letzten fünf Jahre und seine Pläne für die Zukunft.

Demnach plane der Aktivist und Blogger für 2017 ein eigenes, "bedingungsloses Winternotprogramm" sowie eine Handy-App, die Obdachlose und Helfer noch stärker miteinander vernetzen soll. Auch werde sein Buch noch erscheinen und sein Blog wechsele "von Standbild auf Video", so der Blogger im Interview.

Quelle: http://mindener-rundschau.de/index.php/2016/05/03/26832-liebe-beginnt-mit-einem-zuhause

(VL) "Im Grunde könnte ich jeden meiner 140 Blog-Beiträge auch als Video herausbringen", berichtet der engagierte Blogger und Tagebuchfilmer, der mit seinen Bildern und Texten vor allem "Menschen für Menschen begeistern" und Andere ermutigen will, "an sich und ihr Glück zu glauben", so der Blogger gegenüber der Zeitung.

Max Bryan wurde bundesweit bekannt, als er im Winter 2011 - damals noch obdachlos - mit einem Fahrrad von Hamburg nach Hessen fuhr, um auf den Mangel an bezahlbaren Wohnraum aufmerksam zu machen. Das "Hamburger Abendblatt" kürte Max Bryan einst zu Deutschlands bekanntesten Obdachlosen.

(VL) newsforum.info

Foto: Facebook / MaxBryan.com

Blogger, Max Bryan, Obdachlose, Interview, Pläne, Zukunft

http://www.newsforum.info

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Caritas alarmiert: Kaum Sozialhilfe für EU-Ausländer

Rechte von EU-Ausländern beschnitten

Eine deutschlandweite Umfrage unter mehr als 80 Caritas-Stationen ergab, dass EU-Bürger, die in Deutschland leben und Sozialleistungen beantragen, sehr oft ohne Prüfung ihrer Ansprüche vom Sozialamt und vom Jobcenter abgelehnt werden.

Demnach berichten 63 Prozent der befragten Einrichtungen, dass den in Deutschland lebenden EU-Bürgern vor allem Sozialhilfe, sowie Obdachlosen- und Wohnungslosenhilfe verweigert werde. Auch bei der Gewährung von Kindergeld und der Beratung von schwangeren Frauen gäbe es Defizite, so die Studie.

Dabei seien die Entscheidungen der Sozialbehörden oftmals "nicht rechtskonform", so der Bericht.

Quelle: http://www.domradio.de/themen/caritas/2016-05-11/caritas-erhebt-vorwuerfe-gegen-sozialbehoerden

(VL) newsforum.info

Foto: Wikicommons / Bohnenstengel

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